Manchmal bin ich nicht genug.

Ich bin nicht genug, um den Haushalt zu erledigen.
ich bin nicht genug, um meiner Kleinen jedes Weinen zu ersparen.
Ich bin nicht genug, um meiner Freundin rechtzeitig eine Antwort zu geben.
Ich bin nicht genug, um meinen Kunden einen Termin zuzusagen.
Ich bin nicht genug, um meiner Schwester das Gästebett zu beziehen.
Ich bin nicht genug, um für die Putzfrau aufgeräumt zu haben.
Ich bin nicht genug, um die Rechnung rechtzeitig zu bezahlen.
Ich bin nicht genug, um die Wäsche gewaschen zu haben.
Ich bin nicht genug, um das Essen vorzubereiten.
Ich bin nicht genug, um dem Postboten aufzumachen.
Ich bin nicht genug, um genug Milch abzupumpen.
Ich bin nicht genug, um mich auf meinen Termin vorzubereiten.

Ich bin nicht genug, um all das zu schaffen, was in meinem Kopf ist. Was getan werden will.

Genug.

Es ist genug. Mein Herz rast, der Kopf rennt voraus, wohin nur. Wohin. Was zuerst und wann das letzte. Wie soll das gehen. Mit zwei Händen, ja. Aber meistens habe ich nur eine. Ich balanciere auf meinen Nerven. Ich werde nervös. Ich schaffe es nicht. Es ist zuviel. Was kann ich abgeben… Nichts. Stop. Anhalten. Atmen. Wieder atmen, während ich die Windel wechsle und sie mich anlächelt.

Es ist Zeit. Zeit genug. Ein Leben lang. Um all das zu tun, was ich nicht tun muss.

Nicht planen. Nicht planen. Nicht planen. Das Ego ausschalten. Den Anspruch runterschrauben. Zu mir finden. Noch mehr zu mir finden. Mich an mich selbst erinnern. Mein Herz fühlen. Es weint. Dann lacht es und sagt:

 

Ich bin nicht genug, weil ich genug bin. Sondern, weil ich ich bin.